Bad Rappenau, 16. September 2026 – Mit einem Festakt hat die binder Gruppe am 10. September 2026 das zehnjährige Bestehen ihres Innovations- und Technologiezentrums (ITZ) in Bad Rappenau gefeiert. Was 2016 mit einem Forschungsprojekt zur gedruckten Elektronik begann, ist heute ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Im ITZ arbeiten Experten aus Elektronik, Mechatronik, Chemie, Maschinenbau und Drucktechnik interdisziplinär daran, neue Technologien zu entwickeln und Ideen schnell in funktionsfähige Prototypen und Lösungen zu überführen.
Vom Forschungsprojekt zum eigenen Standort
Den Ausgangspunkt bildete 2016 das geförderte Forschungsprojekt „ELSE“ mit einem Volumen von 2,5 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt und der Firma Captron entwickelte binder damals einen elektrolumineszenten Touchsensor für den Fahrzeughersteller EvoBus.
Im Verlauf des Projekts wurde deutlich: Für neue Ideen braucht es Raum und die entsprechenden Möglichkeiten, sie zu erproben. Die Räumlichkeiten am Standort Neckarsulm reichten für die geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nicht mehr aus. binder entschied sich deshalb, in einen eigenen Standort zu investieren, der sich ausschließlich Forschung und Entwicklung widmet. Für die binder Gruppe war dies ein Novum.
„Eine solche Investition rechnet sich nicht gleich im nächsten Quartal. So ein Schritt braucht Vertrauen und vor allem einen langen Atem“, sagte Markus Binder, Geschäftsführender Gesellschafter der binder Gruppe, beim Festakt. „Heute, zehn Jahre später, können wir sagen: Dieser Weg hat sich gelohnt. Aus einem Forschungsprojekt ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie geworden.“

in Bad Rappenau. Bild: Nina Marsiglio

Bild: Nina Marsiglio
Drei Säulen für Innovation
Seit der Gründung ist das ITZ kontinuierlich gewachsen – sowohl beim Team als auch bei den technischen Möglichkeiten. Ein Elektroniklabor und ein Technikum mit 3D-Druckanlagen sowie lasergestützter Klischeeherstellung ermöglichen es, neue Technologien unmittelbar zu erproben und funktionsfähige Prototypen innerhalb weniger Wochen zu realisieren. Geleitet wird das Zentrum von Dr. Stefan Ernst.
Dabei versteht sich das ITZ als mehr als eine klassische Forschungsabteilung. Drei Säulen prägen seine Arbeit: Erstens unterstützt das ITZ den Innovationsprozess innerhalb der binder Gruppe, beispielsweise bei modernen 3D-Druckverfahren, neuen Fertigungstechnologien oder der Anmeldung von Patenten. Zweitens pflegt das Zentrum ein Netzwerk aus Hochschulen und Technologiepartnern und arbeitet unter anderem mit dem Karlsruher Institut für Technologie und der Technischen Universität Darmstadt zusammen. Drittens entstehen in kundenspezifischen Projekten konkrete Lösungen: von der ersten Idee über die Elektronikentwicklung bis zur Anwendung.

Markus Binder (Geschäftsführender Gesellschafter),
Dr. Stefan Ernst (Leiter ITZ) v. l. Bild: Nina Marsiglio

Bild: Nina Marsiglio
Vom Labor in die Anwendung
Wie aus technologischer Forschung konkrete Anwendungen entstehen können, zeigt die aktuelle Entwicklungsarbeit an Steckverbindern mit integrierter Elektronik. Über eine gedruckte RFID-Antenne lassen sich bereits vor dem eigentlichen Steckvorgang Informationen wie Ladezustand oder Temperatur übertragen – beispielsweise für die Ladeinfrastruktur von Lastenrädern oder E-Rollern. Die Technologie kann dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Lebensdauer der Batterie zu verlängern.
Solche Entwicklungen zeigen, wohin sich die Verbindungstechnik künftig bewegen kann: Steckverbinder sollen nicht mehr ausschließlich Strom, Daten oder Signale übertragen, sondern zunehmend selbst Informationen erfassen und weitergeben.
Das ITZ der Zukunft: Geschwindigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil
Neben der Technologie rückt ein zweiter Faktor in den Mittelpunkt: Geschwindigkeit. Im globalen Wettbewerb entscheidet zunehmend, wie schnell aus einer Idee eine belastbare Lösung wird. Das ITZ soll deshalb dazu beitragen, Entwicklungszeiten deutlich zu verkürzen. „Wenn wir eine Idee in Wochen statt in Monaten zum funktionsfähigen Prototypen bringen, ist das ein echter Wettbewerbsvorteil“, so Len Binder.
Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung intelligenter und dezentraler Technologien. Die zukünftigen Produkte und Dienstleistungen von binder gehen dabei über den klassischen Steckverbinder hinaus. Elektronikentwicklung wird deshalb zu einer Schlüsseltechnologie für das weitere Wachstum der Gruppe.
„Eine gute Idee, die es nicht in die Serie schafft, ist am Ende nur eine gute Idee“, betont Len Binder. „Mein Anspruch für die kommenden Jahre ist deshalb, die Wege zwischen Labor, Technikum und Fertigung noch kürzer zu machen und unsere Investitionen dort zu bündeln, wo sie die größte Wirkung entfalten.“
Zehn Jahre ITZ: Ein Kapitel endet, das nächste beginnt
Zehn Jahre nach seiner Gründung ist das ITZ fest in der binder Gruppe verankert. Was einst als ambitioniertes Forschungsprojekt begann, ist heute ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. Auch künftig setzt das Zentrum auf seine drei Säulen – und auf den Anspruch, Ideen in greifbare Lösungen zu verwandeln. Oder wie es Len Binder beim Festakt formulierte: „Das erste Kapitel ist geschrieben, nun folgt ein neues.“
Das Jubiläum im Rückblick
- Datum: 10. September 2026
- Ort: binder ITZ, Raiffeisenstraße 53, 74906 Bad Rappenau
- Programm: Grußwort Markus Binder (Geschäftsführender Gesellschafter), Rede Len Binder (Geschäftsführer), Rede Dr. Stefan Ernst (Leiter ITZ), anschließend Rundgang und Festlichkeiten
- Bildmaterial vom Festakt kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
- Gespräche mit Markus Binder (Geschäftsführender Gesellschafter) und Len Binder (Geschäftsführer) sind auf Anfrage möglich.
Pressekontakt binder:
Pascal Kobia
Mail: P.Kobia@binder-connector.de
Tel.: +49 7132 325-302